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Uraufführung in den USA: „Requiem für Ikarus“ von Lera Auerbach

Lera Auerbach hat bereits ein „Russisches Requiem“ komponiert, das mit dem Lettischen Staatschor und dem Estnischen Nationalen Sinfonieorchester am 22. August 2009 in Riga zur Lettischen und am 23. August 2009 in Tallinn zur estnischen Erstaufführung gelangte. Auerbach verbindet in diesem Vokalmusikwerk orthodoxe liturgische Texte und Gebete mit Poesie russischer Dichter wie Puschkin, Mandelstam oder Blok. Am 18. Februar 2010 folgt die Uraufführung ihres „Requiem für Ikarus“ in Washington (USA) mit dem National Symphony Orchestra unter Leitung von James Gaffigan. Es handelt sich dabei um den Finalsatz ihrer Sinfonie Nr. 1 „Chimera“. Der Ikarus-Mythos hat die abendländische Kunst immer wieder beschäftigt. Er erzählt vom Übermut des Knaben Ikarus, dem Sohn des Daedalus, der sich künstliche Flügel schuf und mit Wachs an seinem Körper befestigte. Hoch in den Lüften fühlte er sich gottgleich und stieg immer höher in Richtung Sonne, wo das Wachs zu schmelzen begann und er jäh ins Meer stürzte. Da die Selbstbeschränkung und Ehrfurcht vor einer höheren Macht auch zum Wesen des Christentums gehört, verbindet Auerbach die Idee des Totengedenkens mit der antiken Sagengestalt.

18.02.2010       
Washington (USA)
Kennedy Center (Concert Hall), 19 Uhr         
Uraufführung: Lera Auerbach,
„Requiem für Ikarus“ für Orchester
National Symphony Orchestra
Ltg.: James Gaffigan

 

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