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„Mitreißende Notenstrudel“: Ruzickas „Maelstrom“ mit dem Bundesjugendorchester

Das Bundesjugendorchester gab unter Leitung von Peter Ruzicka am 8. Januar ein beeindruckendes Konzert in der Laeiszhalle Hamburg. Die Hamburger Tageszeitungen „DIE WELT“ und „Hamburger Abendblatt“ kommentierten das Ereignis:

„Mitreißender Notenstrudel entschlüsselt“

„Ein Strudel in fließendem Gewässer oder in einer Untiefe an steil abfallenden Stränden ist eine tödliche Gefahr. Seine Kräfte sind unermesslich, und selbst beste Schwimmer sind ihnen zumeist nicht gewachsen. Für die jungen, zwischen 14 und 19 Jahre alten Musikerinnen und Musiker des Bundesjugendorchesters, das am Freitag in der Musikhalle unter Leitung des Komponisten und ehemaligen Intendanten der Hamburgischen Staatsoper Peter Ruzicka spielte, war die Vorstellung eines solchen Strudels, seiner Sogkraft und Druckentfaltung unter Wasser ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis eines Stückes Neuer Musik.
Maelstrom’ hatte Ruzicka sein eigenes, riesig besetztes Orchesterwerk aus dem Jahr 2007 betitelt und assoziierte damit nicht nur die so bezeichneten Wasserstrudel der Lofoten an der Nordküste Norwegens, sondern auch das geistige Kreisen um zentrale Gedanken seiner damals gerade vollendeten Oper ‚Hölderlin’. ‚Bei der ersten Begegnung mit dieser Musik hatten wir diese Hintergründe noch nicht ganz begriffen’, berichtet die Geigerin Nina Meinhof, ‚aber mit jeder Erklärung von Ruzicka in den ersten Proben Ende Dezember wurde uns der Sinn immer klarer.’
Nach einem unerwarteten Ausbruch zu Beginn suggerieren liegende Klänge eine trügerische Sicherheit. Bewundernswert hielten die jungen Musiker die Spannung, während die Sogwirkung dieser Musik immer stärker wurde, als steuere man schwimmend und um Luft ringend auf einen riesigen Wasserfall zu. Jede spieltechnische Herausforderung bis hin zu den in sich kreisenden Streicher-Glissandi am Ende meisterte das Bundesjugendorchester bravourös. (...)“
(DIE WELT, 11.01.2010)

„Bundesjugendorchester war Star des Abends“

(...) In keinem Moment war zu hören, dass hier keine Profis, sondern Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren spielten. Ruzickas Orchesterstück ‚Maelstrom’ erwies sich als auskomponiertes, musikalisches Bedrohungsszenario: tiefe, dunkel-dräuende Tuben mit dumpfen Trommelschlägen und hohe, gläsern klirrende Streicherflächen. (...)“

(Hamburger Abendblatt, 11.01.2010)

 

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