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Schostakowitschs „Lady Macbeth“ an der Wiener Staatsoper in Urfassung zu sehen

Unter Ingo Metzmachers Leitung kam am 23. Oktober 2009 an der Wiener Staatsoper die Urfassung von Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ in einer Neuinszenierung zur Aufführung. Regie führte Matthias Hartmann.

Die Uraufführung der 1930 entstandenen Oper fand 1934 statt und hatte weitreichende Folgen für Schostakowitsch.. Das Werk stieß zwar zunächst auf positive Resonanz in Russland und fand sogar große Beachtung im Ausland. Am 28. Januar 1936 erschien jedoch in der Zeitung „Prawda“ ein vernichtender Artikel, der den Titel „Chaos statt Musik“ trug und in dem über das Stück zu lesen war: „In dieser Musik wurden mit Absicht alle herkömmlichen Regeln auf den Kopf gestellt, damit absolut nichts mehr an klassische Opernmusik erinnert, in ihr nichts Gemeinsames verbleibt, was mit symphonischen Klängen in Verbindung zu bringen wäre – mit einfacher, allen zugänglicher musikalischen Sprache… Zeitweise grenzt die Musik an eine Kakophonie… Alles ist grob, primitiv und vulgär…“

Das Werk kam auf die „schwarze Liste“ und Schostakowitsch sah sich später gezwungen, eine „entschärfte“ Fassung zu erstellen, um dem Werk das Überleben zu sichern. 1963 wurde die Oper erneut aufgeführt, nachdem der Komponist sie gründlicher Revision unterzogen hatte. Dank Mstislaw Rostropowitsch gelang die Urfassung ins westliche Ausland und wurde 1980 auf der Wuppertaler Bühne realisiert. In Wien wurde die Oper zwar bereits 1965 zum ersten Mal gegeben, allerdings noch in der zweiten revidierten Fassung. In der Wiener Neuinszenierung singen unter anderem: Kurt Rydl (Boris Izmailow), Angela Denoke (als Katharina Izmailowa), Misha Didyk (Sergej).

Weitere Aufführungen: 5., 9., 12., 15. November.

 

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