Terterjan, Awet

*29.06.1929
†11.12.1994

Awet Terterjan wurde in eine musikbegeisterte Familie geboren. 1948 schrieb sich Awet Terterjan an der Musikhochschule von Baku ein. Ab 1951 setzte er seine Studien an der Romanos-Melikjan-Musikhochschule fort. Von 1952 an studierte er am staatlichen Komitas-Konservatorium in Jerewan Komposition bei Eduard Mirsojan.

Neben seiner Tätigkeit als freier Komponist bekleidete er eine Reihe von offiziellen Ämtern. Von 1960 bis 1963 war er Exekutiv-Sekretär des Armenischen Komponistenverbandes. Zwischen 1970 und 1974 fungierte Terterjan als Vorsitzender der Abteilung Musik im Armenischen Kulturministerium. 1985 nahm er eine Professur am Jerewaner Konservatorium an. 1994 erhielt er ein Stipendium des Landes Brandenburg und arbeitete sechs Monate in Wiepersdorf.

Seine Kompositionen, die meist in der Abgeschiedenheit des Sewan-Sees entstanden, zeichnen sich durch eine sehr persönliche Mischung von modernen westlichen Kompositionsströmungen (etwa Dodekaphonie und Aleatorik) und armenischen Volksmusiktraditionen aus, deren Instrumentarium und Klangfarbenpalette unverwechselbare Akzente setzt. Im Westen wurde Terterjan besonders mit der Kleist-Oper „Das Beben“ und durch sein umfangreiches symphonisches Schaffen bekannt.

 

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