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Presse zu Moritz-Eggert-Uraufführungen bei den Tiroler Festspielen 2009

Die Uraufführungen von Moritz Eggerts Stücken „Auf dem Wasser zu singen“ für Bläserseptett, 6 Sänger, 12 Schlagzeuger, Akkordeon und DJ sowie den „Drei Interludien“ für Akkordeon solo hat ein reges Presseecho hervorgerufen. Hier einige Ausschnitte:

„Tiroler Tageszeitung“ Nr. 185 vom 07.07.2009

Die Wassermusik der Gegenwart

„’Auf dem Wasser zu singen’ empfahl Moritz Eggert sein Werk für die Tiroler Festspiele Erl. So wurde es mit großem Aufwand und in grandioser Kulisse auch gemacht.
Ein Schiff wird kommen - wird von Trommlern in Empfang genommen, wird unvermittelt (ängstlich?) wieder abdrehen, wird zuletzt von einem Feuerwehrboot umkreist, auf dem die Bläser Schwimmwesten tragen: Es ist jener Teil der Inszenierung, in dem sich das Motorschiff St. Nikolaus der Innstaustufe Oberaudorf nähert und die Klänge von Festland und Flussmitte langsam zueinanderfinden. Die letzten Wasservögel nehmen irritiert Reißaus, die letzten Zuschauer finden sich neugierig am Ufer ein. Und über der imposanten Staustufe, auf der drei Lkw die Musiker geladen haben, färbt sich der Himmel rot.

Sanfter „Bad Boy”
„’Auf dem Wasser zu singen“, Auftragswerk der Tiroler

Festspiele Erl, ist als spektakulärer Open-Air-Event angelegt, der für einen Teil des Publikums mit einer gemächlichen Innschifffahrt beginnt. Nach einem Einführungskonzert mit Stücken aus der Renaissance und Romantik in der Pfarrkirche Ebbs gibt das MännervokalensembleMax-Reger-Vereinigung auf der St. Nikolaus den Matrosen-Chor samt singendem Kapitän: Ein "Schhhhh " für sechs Stimmen, lautmalerisches Gurren, Glucksen, Zungenschnalzen, Interludien für Akkordeon (Mateja Zenzerovic) und Textfragmente von Christoph W. Bauer, die dem langen, ruhigen Fluss des Lebens einige eindrückliche Sprachbilder entgegensetzen.
Moritz Eggert gilt als ‚Bad Boy’ der Neuen Musik, dies wohl auch wegen seiner Beiträge im ‚Bad Blog of Musick’ der Neuen Musikzeitung,vielleicht auch wegen seines Eigensinns, mit dem er die Neue Musik von ihrem Ruf gelegentlicher Unzugänglichkeit befreit und ihre Fühler in viele Richtungen ausstrecken lässt.

Seelenschau

So auch beim Abschlusskonzert auf der Staustufe, wo sich die Perkussionisten von The Next Step und die Gebrüder Teichmann, Aushängeschilder der deutschen Electro-Kultur, zum bereits vorhandenen Personal gesellen. Selbst Schubert schaut vorbei, sein ‚Gesang der Geister über den Wassern’ kehrt im zugrunde liegenden Goethe-Gedicht wieder: ‚Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser!’.
Eine eindrückliche Collage, die in Erl einen zeitgenössischen Akzent setzt. Schade nur, dass es nicht gelungen ist, damit noch mehr und vor allem noch mehr jüngeres Publikum anzulocken.“

 

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