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Galina Ustwolskaja zum 90. Geburtstag

Welche Hochachtung der seit vielen Jahren für die Neue Musikzeitung schreibende und rezensierende Autor Reinhard Schulz für die am 22. Dezember 2006 verstorbene Komponistin Galina Ustwolskaja empfand, spürt man in jeder Zeile seines einst in der NMZ 02/07 abgedruckten Nachrufs. „Es ist gewiss nicht zu weit hergeholt“, schreibt Schulz, „dass diese außerordentliche Frau, die in ihrem Leben auf geradezu tragisch lächerliche Art nur Missachtung traf (bis man sie in den 80ern im Westen ‚entdeckte’, als alles schon zu spät war), ihr Dasein als Schuld verstand und damit Kontakt nahm zu fundamentalen Seinserfahrungen, denen sich unsere Gesellschaft längst hermetisch verschlossen hat. Und das real-sozialistische Umfeld, mit dem sie sich fast lebenslang konfrontiert sah, war in seiner dummen Bodenständigkeit von solch visionär-tragischen Einsichten ohnehin meilenweit entfernt. (...) Es gab in der Geschichte wohl noch nie eine Musik, die auf so direkte Art betroffen macht (...).“

Galina Ustwolskaja wäre am 17. Juni dieses Jahres 90 Jahre alt geworden. Im Rahmen der Buchreihe MUSIK KONZEPTE ist vor kurzem ein von Ulrich Tadday herausgegebener Band über Ustwolskaja herausgekommen.