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Gedenken zum 80. Geburtstag von Anne Frank und Grigori Frids bewegende Monooper

Am 12. Juni 2009, wäre die 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordete Anne Frank achtzig Jahre alt geworden. Mit einem Festakt hat das Anne-Frank-Zentrum in Berlin an das Schicksal des Mädchens erinnert. Das nach dem Krieg veröffentlichte Tagebuch Anne Franks hat wie kaum ein anderes Dokument die Auseinandersetzung mit dem Holocaust angetrieben. Die Schrift wurde in über sechzig Sprachen übersetzt und zählt zu den ergreifendsten zeitgeschichtlichen Dokumenten der Judenverfolgung. In den Niederlanden, wo Anne Frank versteckt vor den Nazis eine bedrückende Zeit verlebt hatte, wurde nun eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der künftig alle Schriften Anne Franks in dem Amsterdamer Hinterhaus ausgestellt werden, in dem sie während des Nationalsozialismus Zuflucht gesucht hatte.

Der russische Komponist Grigori Frid schrieb auf der Grundlage des Tagesbuchtextes eine Monooper mit dem Titel „Das Tagebuch der Anne Frank“. Das Werk stellt eine erschütternde Chronik der Lebenssituation des jüdischen Mädchens dar, das mit seiner Familie von 1942 bis 1944 auf der Flucht vor der Verfolgung des Nazi-Regimes im Versteck lebt. Grigori Frid hat einzelne Momente herausgegriffen, die weniger auf die äußeren Umstände als viel mehr auf Annes ganz subjektive Wahrnehmung eingehen.