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Joseph Haydn zurück in der Gegenwart

Wussten Sie, dass „Papa Haydn“ noch lebendig ist? Komponisten wie Peter Ruzicka, Edison Denissow und Alfred Schnittke haben in ihren Werken Haydn direkt verarbeitet.

Am 31. Mai gedenkt die Musikwelt Haydns 200. Todestags. Selbst in der Gegenwartsmusik hat sein Werk tiefe Spuren hinterlassen. 28 Klaviersonaten und 68 Streichquartette, 108 Sinfonien, Konzerte, Lieder, Kanons, Messen und Oratorien wie „Die Jahreszeiten“ und „Die Schöpfung“, ja ganz zu schweigen von seinen Opern: das Lebenswerk von Joseph Haydn ist gigantisch. Viele zeitgenössische Komponisten stellen einen direkten Bezug zu seinem Schaffen her.

Alfred Schnittke etwa schrieb mit einem Augenzwinkern „Moz-Art à la Haydn“ für 2 Violinen, 2 kleine Streichorchester, Kontrabass und Dirigent und bezieht sich dabei auf Haydns „Abschiedssinfonie“. Ähnlich wie dort verlassen die Musiker am Ende einer nach dem anderen – noch weiterspielend – die Bühne, während der Dirigent ein nun unsichtbares Orchester dirigiert. Die 1990 entstandenen „Metamorphosen über ein Klangfeld von Joseph Haydn“ von Peter Ruzicka beziehen sich auf einen zwölfstimmigen Bläsersatz, den Haydn in die Vokalfassung der „Sieben letzten Worte des Erlösers“ einfügte. Und Edison Denissow schuf Variationen über den Haydn-Kanon „Tod ist ein langer Schlaf“.

Alle diese Werke werden in einer Haydn gewidmeten Sendung der Reihe „neue musik“ auf NDR Kultur am 27. Mai 2009 (ab 21.00 Uhr) zur Ausstrahlung kommen.