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„Der kleine Tag“ im Planetarium Hamburg

Im Hamburger Planetarium (Hindenburgstr. Ö1, 22303 Hamburg, Stadtpark) ist immer samstags und sonntags um 13.30 Uhr das Musical-Hörspiel „Der kleine Tag“ von dem Autorentrio Wolfram Eicke, Hans Niehaus und Rolf Zuckowski zu erleben. Die Stars der Produktion sind Lucie Schäfer in der Hauptrolle und Bill Ramsey.

Worum geht es?

Hinter den Sternen, im funkelhellen Lichtreich, lebt ein kleiner Tag. Alle Tage leben dort als Lichtwesen, die nur ein einziges Mal zur Erde reisen dürfen. Am Abend kehren sie für immer ins Lichtreich zurück. Jeder Tag ist einmalig, doch keiner von ihnen hat Einfluss darauf, was während seiner Erdenzeit geschieht.

Der kleine Tag muss lange warten, bis er an der Reihe ist. Beeindruckt hört er zu, wenn andere von der Erde erzählen: Große Taten, Erfindungen, Katastrophen, historische Begebenheiten... Der kleine Tag ist überzeugt, dass während seiner Erdenreise etwas ganz Besonderes geschehen wird, etwas, das ihn unvergesslich macht. Ein geheimnisvoller, weiser Tag hilft ihm, sich darauf vorzubereiten.

Endlich ist es soweit. Der kleine Tag erlebt zunächst, wie er sich auf seiner Reise zur Erde auflöst und zu Licht wird. Staunend schaut er sich auf der Erde um. Er ist der 23. April, ein grauer, regnerischer, unscheinbarer Tag. Wie in einem Sog wird er hineingezogen in eine Kette von abwechslungsreichen Beobachtungen: Manches ist skurril, anderes anrührend, dann wieder eine Überraschung, mal komisch, mal beeindruckend - er sieht alles zum ersten Mal: Menschen, die sich in der Stadt mit den Tücken des Alltags plagen, er sieht hervorbrechende Sonnenstrahlen, ein Kind, das Geburtstag hat, junge Rockmusiker, die eine Band gründen, eine Familie, die in ihre neue Wohnung zieht, ein Liebespaar im Park und eine Familie am Lagerfeuer am ersten warmen Abend des Jahres. Für alle Menschen, die er beobachtet, ist er zweifellos ein ganz besonderer Tag. Erfüllt und überwältigt von all den Eindrücken kehrt der kleine Tag am Abend ins Lichtreich zurück.

Dort erzählt er vor den versammelten, besonders wichtigen Tagen aufgeregt von seinen Erlebnissen. Aber er wird ausgelacht und verspottet: Langweilig! Nichts Besonderes! Schon morgen hat man dich vergessen! Traurig irrt er eine Zeit lang umher und weiß nicht, wie er all das verstehen soll. Der geheimnisvolle, weise Tag macht ihm Mut, an sich selbst zu glauben. Bald findet der kleine Tag zu einem neuen Selbstbewusstsein, denn immer, wenn die Bilder wiederkommen, die Erinnerungen an seine Reise, ist er sich ganz sicher: Was ich gesehen habe, war schön und einmalig, aber das erzählt er niemandem.

Genau ein Jahr später. Der nächste 23. April berichtet. Es gab Feiern, weltweit! Tanz in den Straßen, Sondersendungen im Fernsehen... Im vorigen Jahr am 23. April gab es auf der ganzen Welt zum ersten Mal nirgendwo Krieg, es geschah kein Verbrechen. Das ist den Menschen erst bewusst geworden, als jener Tag, der kleine Tag vorbei war. Darum wollen sie von nun an in allen Ländern, auf allen Kontinenten jedes Jahr feiern. Der kleine Tag wird von allen staunend umringt, aber er sagt gar nichts - er strahlt.

Die Geschichte von Wolfram Eicke, als Erzählung für Kinder und Erwachsene bislang über eine halbe Million mal gedruckt und verkauft (als Heft ohne Illustration, als Bilderbuch, in Übersetzungen, in Sammelbänden) wurde in Zusammenarbeit mit Hans Niehaus und Rolf Zuckowski zu einem Musical-Hörspiel ausgearbeitet.

Übrigens wurde "Der kleine Tag" im Rahmen des Wettbewerbs Leopold 2001 vom Verband der Deutschen Musikschulen mit der Empfehlung "Gute Musik für Kinder" sowie dem Sonderpreis der Kinderjury des WDR "Poldi 2001" ausgezeichnet.