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Beitrag über Kindermusicals in FONO FORUM

Die renommierte Fachzeitschrift Fono Forum hat in ihrer jüngsten Ausgabe (Mai 2002) eine Kinderseite realisiert, auf der Musicals für Kinder und die aktuellen Tonträgerproduktionen rezensiert werden. Zur Besprechung gelangen u.a. „Pettersson und Findus“, „Emil und die Detektive“ (Deutsche Grammophon), „Der kleine Eisbär“ (Karussell), „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ (Patmos) sowie die Sikorski-Produktion „Canto und das Geheimnis des Tritonus“ (CD-Produktion: Sikorski 1610A).

Im Text heißt es u.a.:

„Das Feld der Kinderbuchklassiker ist für Musicalmacher noch lange nicht abgegrast. Niemand weiß das besser als der Texter-Star der Szene Christian Berg. Und er hat ein leichtes Spiel, denn die Vorlagen sind in der Regel so exzellent, dass die Dialoge im Handumdrehen aus dem Original extrahiert werden können und die Songs wie Sirup von den Lippen tropfen. Rasch hat sich Berg die großen Sujets wie „Oh wie schön ist Panama“ nach Janosch, „Pettersson und Findus“ nach Nordqvist und den unverwüstlichen „Jim Knopf und die wilde 13“ nach Ende gesichert.

Die krankende Musicalbranche hat inzwischen Lunte gerochen. Nach Flops wie dem Mittelalter-Musical „Unio mystica“ am Hamburger Operettenhaus oder „Fosse“ scheint der „König der Löwen“ – wenn auch kein Kinderbuch- so ein Kinderfilmklassiker – der Branche aus der Patsche zu helfen. Es fragt sich, wie lange wir noch auf das Musical zu Harry Potter warten müssen, wo die Verkäufe des lizenzgeschützten Spielzeug doch so arg enttäuscht haben.

(...)

Schließlich sei eine Musical-Novität mit dem Titel „Canto“ erwähnt, die nicht von einer Tonträgerfirma, sondern von einem Musikverlag vertrieben wird. Ziel der Vermarktung ist neben dem CD-Verkauf vor allem die Realisierung von Aufführungen. Dafür bietet der Verlag ein Band-Set und ein Klavieralbum zusätzlich zur Playback- und Hörspiel-/Musical-CD an. Drehen tut sich alles um den Tritonus, der in der traditionellen Harmonielehre ja ein sperriger Geselle ist. Aber dass dieser Tritonus, personifiziert in Johannes Strzyzewskis und Barbara Engelmann-Basons Musical, nun auch noch Melodien raubt und zu diesem Zweck kleine Sänger entführt, ist natürlich der Gipfel! Beim Auftritt einer Schulband passiert genau das. Ihr Sängerstar Canto gerät in die Gewalt des diabolischen Tritonus. Cantos Freunde machen sich gleich auf, um dem Tritonus das Handwerk zu legen. Auf der Frankfurter Musikmesse 2002 ist das Werk erstmals präsentiert worden.