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Zwei Uraufführungen von Werken der aserbaidschanischen

Komponistin Frangis Ali-Sade am 2. Juni 2002

Am 2. Juni 2002 kommt es in Lissabon zur Uraufführung des neuen Konzerts für Violoncello und Orchester „Mersiye“ von Frangis Ali-Sade, das im Auftrag der Calouste Gulbenkian Stiftung Lissabon entstanden war. Die Interpreten sind Ivan Monighetti (Violoncello) und das Gulbenkian Orchester unter der Leitung von Muhai Tang.

Die Komponistin sagt zu ihrem Werk:

"Die Grundidee dieses Werkes hat nichts mit der für Solokonzerte typischen Bravour und Virtuosität zu tun. Vielmehr handelt es sich um einen Bekenntnismonolog des konzertierenden Cellos, in welchem das Gefühl der Trauer über den tragischen Verlust ästhetischer Werte und Ideale der vergangenen Epoche vorherrscht. Nie zuvor war die Welt so zerbrechlich... Der musikalische Charakter des Werkes ist von den Intonationen der Trauerklage, der „Mersiye“, bestimmt, wie sie noch heute in den südlichen Gegenden Aserbaidschans lebendig ist. Der Solopart orientiert sich an der menschlichen Stimme, wobei sich Rezitativ und Kantilene abwechseln." (Frangis Ali-Sade)

Am gleichen Tag wird in Stuttgart im Rahmen des 3. Marimba-Wettbewerbes (27. Mai bis 2. Juni 2002 an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst) das Konzert für Marimba und Streichorchester von Frangis Ali-Sade uraufgeführt. Das Werk entstand im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Die Jury bestand aus dem Künstlerischen Leiter und Organisator des Wettbewerbes, Professor Klaus Tresselt, sowie Keiko Abe, Gordon Stout, Frédéric Macarez, Michael Udow und Daniel Berg. Es spielt das Bartholdy Ensemble Rheinfelden unter der Leitung von Prof. Christian Sikorski. Solist wird der Gewinner des Wettbewerbes sein.