Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Prokofjews „Cinderella“ in Augsburg

Seit März 2002 läuft mit großem Erfolg eine neue Produktion des Ballettklassikers „Cinderella“ von Sergej Prokofjew am Theater Augsburg. Jochen Heckmann zeichnet für Choreografie und Inszenierung verantwortlich, die musikalische Leitung hat Wolfgang Weber und in der Hauptrolle tanzt Agnieszka Dlugoszewska.

In der Augsburger Allgemeinen (18.03.2002) schreibt Manfred Engelhardt dazu:

„Ein neu vorangestellter düsterer Prolog mit Trauerzug beleuchtet die tragische Vorgeschichte des Todes von Cinderellas Mutter. Überhaupt haben Heckmann und Weber die Musiknummern nach eigener Dramaturgie umgestellt. Und siehe da, es funktioniert. Da Prokofieffs bizarre Poesie ohnehin mit hintergründigen Klangfarben, teils krasser Instrumentierung, oft sachlicher Härte und scharfer Akzentuierung den Märchenstoff unterwandert, so entsprich dies auch Heckmanns modernerem choreographischen Bildaufbau und Bewegungsvokabular. Auch bei ihm ist der Rahmen durchaus die klassische Ästhetik, gibt es traditionelle Figuren und Pas-de-deux-Momente, kulinarische Arabesken; doch in Bodenfiguren erweitert, ironisch gebrochen, in archaisch-tiefenpsychologischer Gestik aufgeraut, versehen mit aberwitzig ausgetüftelter Gebärdensprache erscheint Prokofieff verdoppelt. Höhepunkt ist das zu einem Albtraum Cinderellas umgepolte Mitternachts-Klacken im Orchester: Eine gespenstische Walpurgisnacht, in der die Ängste Cinderellas Gestalt annehmen.“