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Gewaltige Wirkung mit „Johannes-Ostern“: Sofia Gubaidulina

Die Serie begeisterter Kommentare zur Uraufführung der „Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes“ von Sofia Gubaidulina im März 2002 (St. Michaelis-Kirche Hamburg) will nicht abreißen. In der Zeitschrift „Musik & Kirche“ schreibt Herbert Glossner:

„(...) Dem gewaltigen instrumentalen und vokalen Aufwand (die Sprache ist russisch!) entspricht auch die überwältigende Wirkung dieser gläubigen, theologisch-ästhetischen Auseinandersetzung mit den biblischen Texten. Denn die Passions- und Ostergeschichte des Evangeliums ist verschränkt mit Zitaten aus der Offenbarung des Johannes. Der zeitlichen Ebene korrespondiert eine ‚außerzeitliche’, apokalyptisch-visionäre. In den psalmodierenden Rezitationstönen des Bass-Erzählers und den häufig ertönenden Röhrenglocken klingt die liturgische Tradition Russlands an. Aber die Klangmassen des Orchesters, der auch solistisch eingesetzten Orgel und der alternierenden oder vereinigten Chöre gehen weit darüber hinaus. In Chromatik und übereinander geschichteten Akkorden, in Polytonalität und Clustern leuchtet ein mystisch-ekstatisches Element (...).“