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Musik von Klarheit und Tiefe – Gubaidulina in Kassel

Anfang Juni veranstaltete die Reihe „Komponistinnen und ihr Werk“ in der Kasseler Lutherkirche ein Porträtkonzert für Sofia Gubaidulina. Werner Fritsch schrieb in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen (07.06.2002) dazu:

„Musik von Klarheit und Tiefe – Die stärkste Wirkung hat Musik dann, wenn sich Rationalität, starke innere Logik mit ebenso starker Spiritualität verbindet. Sofia Gubaidulina tut es da einem ihrer großen Vorbilder nach, Johann Sebastian Bach. Ihre Musik ist nicht nur von großer innerer Kraft. Sie ist auch in einem für Neue Musik ungewöhnlichen Maße durchhörbar und verstehbar. (...) Der Leiterin Christel Nies war es gelungen, Sofia Gubaidulina nicht nur als Ehrengast nach Kassel zu holen, sondern auch als ausübende Musikerin. Zusammen mit Viktor Suslin und dem Bassisten Alexander Suslin pflegt Gubaidulina unter dem Ensemble-Namen Astrea die Improvisation. (...) Der fließende Übergang von quasi improvisatorischer Musik zur exakt notierten lässt sich in dem Stück ‚De profundis’ (1978) für das Knopfakkordeon Bajan erleben. Elsbeth Moser vollzog mit der ‚atmenden Orgel’ diesen Weg aufs eindrucksvollste. (...) Vielleicht das schönste Stück des Abends: Die Kreuzesmusik ‚In croce’ (1979/1992) für Violoncello.“