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Schostakowitsch-Studien Band 5 druckfrisch auf dem Markt

Schostakowitschs Streichquartette - Ein internationales Symposium

Die mittlerweile auf fnf Bnde angewachsene Reihe der Schostakowitsch-Studien gilt zunehmend als eine der bedeutendsten Sammlungen von Sekundrliteratur im deutschen Sprachraum. Die Autoren sind alle Teilnehmer der regelmig stattfindenden Schostakowitsch-Symposien in Rheinsberg, wo in jedem Jahr ein Schwerpunktthema abgehandelt wird. Im Rahmen vergangener Verffentlichungen wurden unter anderem bereits das symphonische Schaffen, das Sptwerk sowie die Frage jdischer Elemente in Schostakowitschs Musik diskutiert.

Nun als bilden die Streichquartette Nr. 1 bis 15 das Sujet, die Werkreihe also, die vergleichbar den Sinfonien vier Jahrzehnte lang das Schaffen des Komponisten begleiten und seine stilistische und sthetische Entwicklung in besonderem Mae widerspiegeln sollte. Sigrid Neef wagt fr ihren umfangreichen Beitrag unter dem Titel Die Streichquartette als Tagebuch innerer Entwicklung einen ungewhnlichen formalen Rahmen. Im ersten Abschnitt, den sie Prludium bertitelt, beschftigt sie sich mit Schostakowitschs biographischem Umfeld sowie zeitgeschichtlichen Aspekten. Daraufhin, im Rahmen ihrer Durchfhrung, betrachtet sie chronologisch jedes Werk einzeln auch unter auermusikalischen Gesichtspunkten. Schlielich kommt sie im dritten Abschnitt, ihrer sogenannten Conclusio, zu weitreichenden Thesen, die keineswegs nur auf die Gattung Streichquartett, sondern auf das Schaffen Schostakowitschs berhaupt anzuwenden sind.

Mit schrferen analytischen Mitteln begegnet Kadja Grnke daraufhin den ersten acht, zyklisch aufgefassten Quartetten. In englischer Sprache verfasst und auch im Original abgedruckt finden sich Ryszard Danial Golianeks Beitrag The Types of Musical Dramaturgy in Dmitri Shostakovichs String Quartets sowie Juri Cholopows detaillierte Analyse ber die Verwendung modaler Tonarten in den Streichquartetten. Schlielich sind dem Band Aufstze ber einzelne Streichquartette von russischen Autoren und Komponisten beigefgt.

Bibliographische Angaben:

Schostakowitschs Streichquartette Ein internationales Symposium

(Schostakowitsch-Studie, Band 5)

ssm studia slavica

Texte und Abhandlungen zur osteuropischen Musik

Verlag Ernst Kuhn Berlin, 2002

ISBN 3-928864-80-7