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Wo Orient-Magie zur Klang-Aktion wird

Ali-Sades Nagillar in Luzern

Zur Urauffhrung des Werkes Nagillar von Frangis Ali-Sade am 17. August 2002 im Rahmen des Lucerne Festivals schrieb Gerhard R. Koch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (19.08.2002):

(...) Passend zum Motto des Lucerne Festivals Verfhrung gab es denn auch ein Shhrazade-Programm, in dem das Alim-Quasimov-Ensemble aus Baku vital-sublime Orient-Magie Klang-Aktion werden lie. Dem korrespondierte berckend Nagillar (Mrchen) der in Deutschland lebenden Frangis Ali-Sade, nichts weniger als eine orchestrale 1001-Nacht-Phantasmagorie, so ungegenstndlich wie Henzes Vom Sturm zum Traum-Reise: rein komponierte exotische Abenteuer um fliegende Teppiche, Zaubergrten, Ungeheuer, Orkane, mutige Krieger und schne Prinzessinnen, durchaus undeskriptiv. Ali-Sade verfhrt hnlich wie einst Isang Yun, integriert in den westlichen Orchesterapparat stliche Spielweisen, etwa Einzelton-Oszillationen, mikrotonale Melismen, Glissandi, auch fast minimalistisch heterophone Krzel-Wiederholungen. (...)