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Sofia Gubaidulina: eine starke Persönlichkeit, die sich keinen äußeren Herrschaftsansprüchen unterzieht

In der Ausgabe 3/2002 der Schweizer Musikzeitung hat Walter Kläy ein lesenswertes Porträt der Komponistin Sofia Gubaidulina veröffentlicht. Darin heißt es u.a.:

„In einer matriachalen Gesellschaft wäre sie vielleicht Priesterin gewesen. Auch in unserer Zeit ist die 70-jährige Künstlerin eine starke Persönlichkeit, die sich keinen äusseren Herrschaftsansprüchen unterzieht, weder männlichen oder weiblichen noch ideologisch-ästhetischen. Und das mit grossem internationalem Erfolg, wie die Zahl ihrer Aufführungen zeigen. (...) Schon während ihrer Konservationszeit war Sofia Gubaidulina rastlos tätig. Als man sie zu irgendeiner Komsomolzen-Arbeit verpflichten wollte, lehnte sie ab mit der Begründung, sie müsse ‚studieren, studieren und studieren’.

Und als ich sie im September 2001 in St. Moritz interviewte, sagte sie mehrmals, sie benötige Zeit zum Komponieren und sei deshalb immer in Zeitnot.

Etwa 150 Werke hat Sofia Gubaidulina bisher geschrieben, davon wurden über 100 veröffentlicht (im Verlag Sikorski), und etwa 60 sind auf CDs internationaler Labels zugänglich. (...) Seit 1992 sammelt die Paul-Sacher-Stiftung in Basel die Manuskripte Gubaidulinas, ein erster Katalog wurde 2001 zu ihrem 70. Geburtstag publiziert (Inventare der Paul Sacher-Stiftung)."