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Glückwunsch für Osvaldas Balakauskas

Der litauische Komponist Osvaldas Balakauskas feiert am 19. Dezember 2002 seinen 65. Geburtstag. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass sein Werk international immer mehr Beachtung findet. Beim renommierten Label BIS ist im vergangenen Jahr eine ausschließlich seinen Konzert-Kompositionen gewidmete CD erschienen. Das St. Christopher Chamber Orchestra unter Donatas Katkus hat hier mit namhaften Solisten drei Solokonzerte (Violin-, Cello- und Klavier-Konzert) sowie das Doppelkonzert für Oboe, Cembalo und Streicher eingespielt (BIS CD-1058). Bei einem polnischen Verlag sind kürzlich außerdem drei Streichquartette von Balakauskas im Druck erschienen.

Balakauskas studierte von 1955 bis 1961 in Vilnius, später am Konservatorium in Kiew, dort von 1964 bis 1969 Komposition bei Boris Ljatoschinski und Miroslaw Skorik. Bis 1972 als Redakteur im Musikverlag „Ukraina“ in Kiew tätig, kehrte er anschließend nach Litauen zurück, wo er in Vilnius anfangs als künstlerischer Berater im Komponistenverband und seit 1985 als Dozent am Konservatorium tätig war. Seit 1988 ist er dort Leiter des Fachbereiches Komposition. Von 1992 bis 1994 war er Botschafter Litauens in Paris. Osvaldas Balakauskas kam durch die Kiewer Avantgardisten (Silwestrow, Hrabowski, Godsjazki) mit der seriellen Musik in Berührung. In Litauen strebte er – auch unter dem Einfluss des Maler-Komponisten Ciurlionis – einen Stil mit knapper, präzis charakterisierender Formulierung an, erprobte aber mit „Passio strumentale“ und „Opera strumentale“ auch weiträumige Formen, in denen er Momente des Bekannten (jazznahe Entwicklungen, motettische Sätze, streng kontrapunktische Strukturen) in neuartiger Umgebung ausbalancierte.

Person und Schaffen von Osvaldas Balakauskas sind ausführlich auch in unserer Broschüre „Sikorski informiert: Das Baltikum“ dokumentiert. Sie können das Heft in unserer Werbeabteilung (Tel.: 040 / 41410023) jederzeit abfordern.