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Auch ein „Hamburger Kopf“: Rolf-Liebermann-Biographie der ZEIT-Stiftung

Unter der Schlagzeile „detailreich und faktensicher, kein Parlando“ rezensiert Johannes Hirschler in der Neuen Musikzeitung (11/02) den Band „Rolf Liebermann“ von Gisa Aurbek, der in der Buchreihe der ZEIT-Stiftung „Hamburger Köpfe“ herausgekommen ist. Er schreibt u.a.:

„(...) Vor dem charmanten Parlando von Liebermanns eigenem Erinnerungsband ‚Opernjahre’ liest sich Gisa Aurbeks biografischer Abriss zunächst eher nüchtern. Detailreich und faktensicher umreißt sie Herkunft, Jugendzeit und frühes Berufsleben, um alsbald die wesentlichen Akzente von Liebermanns Arbeit in Hamburg und Paris zu charakterisieren. Ohne Vorerfahrung oder Spielplankonzept war er an der Hamburgischen Staatsoper angetreten. Ganze fünf Minuten dauerte das Einstellungsgespräch vor dem Verwaltungsrat: Zeichen einer risikofreudigen Ära, als ein Intendant noch lernen durfte, einer zu sein. Dass Liebermanns konsequente Repertoirepflege, bei der das Wort ‚B-Besetzung’ nicht mehr vorkam, seine Ensemblepolitik, sein Einsatz für ein Neues Musiktheater ohne einen verständigen Verwaltungsrat und den Verwaltungsdirektor Herbert Paris nicht möglich gewesen wäre, hebt Gisa Aurbek deutlich hervor. Geschickt vermittelt sie durch Liebermanns Porträt auf eine auch für Opernlaien verständliche Weise, was auch sonst noch alles in so einem Hause passieren muss, bis der Vorhang hochgehen kann. Und auch wer als Theaterfachfrau oder –mann über den Tarif-Beton an deutschen Theatern stöhnt, wird mit Gewinn von den Verhältnissen an der Grand Opéra Paris lesen, wo Bürokratismus und wilde Streiks mehr als eine Premiere platzen ließen. (...) In einem eigenen Kapitel zieht Aurbek Liebermanns kompositorische Entwicklung nach und liefert knappe Analysen seiner wichtigsten Kompositionen.“ (Gisa Aurbek: Rolf Liebermann, Verlag Ellert & Richter, Reihe „Hamburger Köpfe“, ISBN 3-8319-0006-X)