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Alfred Schnittkes „Stille Nacht“ für Violine und Streichorchester

Alfred Schnittke schrieb diese eigenwillige kleine Bearbeitung des in der ganzen Welt populären deutschen Weihnachtsliedes „Stille Nacht, heilige Nacht“ für den Geiger Gidon Kremer, dem er das Werk Weihnachten 1978 in Moskau zum Geschenk machte. Die Uraufführung erfolgte im Januar 1979 in Leningrad. In einem Interview sagte der Komponist einmal: „Der Sinn des Liedes ist für mich nicht geändert, nur ergänzt durch jene Verzerrungen, die neue Stimmungselemente hinzubringen, die aber nicht als beleidigend zu empfinden sind, sondern – wenn auch im Grunde traurig – noch immer weihnachtlich. Das ist wenigstens eine der Möglichkeiten, die Komposition zu erklären – ich will keineswegs einem anderen Menschen diese Perspektive aufzwingen. Es gibt noch andere Möglichkeiten. Man könnte auch als eine andere, viel simplere Erklärung behaupten, es handle sich um die Assoziation einer zerbrochenen Spieluhr. Wer keine Beziehung zu dieser zerbrochenen Spieluhr mehr herstellen kann, böse wird, sie wegwirft, weist möglicherweise damit auf eine eigene Zerbrochenheit hin, oder nur einen Mangel an Phantasie.“

Eckart Schloifer hat nun, vierundzwanzig Jahre nach der Uraufführung, eine Bearbeitung dieses Werkes für Violine und Streichorchester erstellt, die auf den Konzertpodien der Welt gewiss große Beachtung finden wird.