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Ein seltsames Paar: Bassklarinette und Orgel – zwei Uraufführungen im Leipziger Gewandhaus

Die Uraufführungen zweier Kammermusikwerke von Komponisten der Sikorski Musikverlage stehen auf dem Programm eines Konzertes im Leipziger Gewandhaus am 10. Mai 2003 (17.00 Uhr). Volker Hemken (Bassklarinette) und Michael Schönheit (Orgel) werden die Werke „Ricercare il ricercar“ für Bassklarinette und Orgel von Johannes Harneit und „La Gabbia“ für Bassklarinette und Orgel von Stephan Marc Schneider zur Uraufführung bringen.

Zu den Werken:

“Ricercare il ricercar“ von Johannes Harneit

Johannes Harneit bezieht sich im Titel und in der musikalischen Form auf Domenico Gabrielli und die Frühphase notierter Improvisation. So handelt es sich hier um Variationen eines nicht explizit vorgestellten Themas. Gabriellis Schweifen und Suchen dient Harneit als Vorbild für seine Variationen durch mehrere Epochen der Musikgeschichte. Der musikalische Hintergrund wirkt unruhig und soll eine Art „gefärbte Stille“ ausstrahlen.

„La Gabbia“ von Stephan Marc Schneider

Stephan Marc Schneider bezieht sich auf eine Ricercar-Komposition des Renaissance-Komponisten Francesco da Milano, dessen Originalthema allerdings nie ausdrücklich erscheint, sondern quasi als Hintergrund-Folie mitschwingt. Schneider ging es in erster Linie um die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Stilepochen und dem Zitieren an sich. Die in der Renaissance allgegenwärtige Vermischung von Geist und Volkskultur spielt in diesem Werk eine zentrale Rolle. Das Zitat, vielmehr das zitierte Material schimmert wie durch die Gitterstäbe eines Käfigs (La Gabbia) hindurch.