Neuauflage von „Le Lied – mon amour“ in Winterthur mit Jan Müller-Wieland
Am 24. Oktober 2003 ist im Theater am Gleis in Winterthur eine Wiederholung des
erst kürzlich uraufgeführten Programms "Le Lied - mon amour" geplant. In einem Vorprogramm soll um 18.30 Uhr ein Gespräch von Komponisten und Interpreten stattfinden.
Bei dem Projekt handelt es sich um einen Kompositionsauftrag von Moritz Eggert, in dessen Rahmen zwölf Arten, ein Lied zu zelebrieren, vorgestellt werden. Der Pianist Eggert selbst und sein kongenialer Partner Thomas Bauer sind die Ausführenden.
Der Münchner Moritz Eggert setzt sich gerne über die Tabus der herrschenden
Trends hinweg. Und so hat er 12 KomponistInnen aus Frankreich (Frédéric
Pattar, Frédéric Ingio, Malika Kishino), Österreich (Johanna Doderer, Gerd
Kühr, Florian Gessler), Schweiz (Werner Bärtschi, Max E. Keller, Martin
Jäggi) und Deutschland (Jan-Müller-Wieland, Carl-Christian Bettendorf,
Moritz Eggert) beauftragt, ein Lied zu schreiben. Der Text musste
zeitgenössisch sein und aus einem der Teilnehmerländer stammen. Die Werke
wurden im Juni 2003 beim 7.ADevantgarde-Festival in München uraufgeführt und
gehen nun in den vier Ländern "auf Tour". 12 Arten, das Lied zu beschreiben -
auf ernste bis bizarre Weise, nur eines nie: langweilig! Das geht von quasi
traditioneller Gedichtvertonung über ein Erzählgedicht oder einen
dramatischen Sprechdialog bis hin zur sprechgesanglichen Vertonung eines
Ausschnittes aus Thomas Bernhards "Verstörung".
Moritz Eggert wurde bereits als 24-jähriger beim Gaudeamus-Wettbewerb
ausgezeichnet und ist heute Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste.
