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Hans Werner Henzes Oper „L’Upupa“ wird in Salzburg uraufgeführt

Im zweiten Jahr seiner Intendanz der Salzburger Festspiele wartet Peter Ruzicka mit einer Überraschung auf. In seinem Auftrag schrieb Hans Werner Henze die Oper „L’Upupa – der Triumph der Sohnesliebe“, die am 12. August 2003 in Salzburg zur Uraufführung gelangen wird. Markus Stenz wird die musikalische Leitung der Wiener Philharmoniker übernehmen, die Inszenierung macht Dieter Dorn. Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper Berlin, dem Teatro Real Madrid und dem Teatro Massimo Palermo. Es singen: Laura Aikin, John Mark Ainsley, Alfred Muff, Hanna Schwarz, Günter Missehardt, Mathias Goerne, Axel Köhler und Anton Scharinger.

In einem Gespräch mit Claus Spahn, dem Autor der „Zeit“, schwärmte Henze von einem Wiedehopfpärchen, das sich auf seinem Landgut nicht weit von Rom in den Albaner Bergen niedergelassen und Junge ausgebrütet habe. Spahn: „Fausto, Henzes Lebensgefährte, hat auf teures Papier geschmackvolle Visitenkarten drucken lassen mit dem Konterfei des Vogels. Aber die beiden verschweigen listig, dass l’upupa, der Wiedehopf, als mythisches Wesen einer arabischen Märchenparabel eine zentrale Rolle in Henzes neuer Oper spielt.“

In einer Synopsis zur Oper heißt es:

„Das Schöne lässt sich nicht festhalten, Mut wird belohnt, Verrat bestraft und es gibt eine Musik, die prügelt, tritt und demütigt, wenn man für sie nicht die richtigen Zauberworte findet. Hans Werner Henzes ‚deutsches Lustspiel’ ist ein und viele Märchen, gegenwärtig und fern, seine Basis ist die Poesie, die zeitgenössische Sprache und die feste Überzeugung, dass es Märchenhelden noch gibt und dass Aufgeben, Misslingen, Vergessen und ‚Ruhe geben’ Dinge sind, die ‚nimmer und nimmer’ geschehen dürfen. So auch ein künstlerisches Programm, ein Entwurf der Möglichkeiten des Komponierens und Schreibens, des zeitgenössischen Musiktheaters.

Ein alter Mann erzählt von dem Verlust der Upupa, eines Glücksvogels aus der Familie der Wiedehopfe, und wie sie gesucht, gefunden und wieder freigelassen wird. Es gibt einen fliegenden Dämon, drei Söhne, drei alte Herrscher, drei wundersame Schätze: Upupa mit den goldenen Federn, eine jüdische Prinzessin, eine musikalische Zauberkiste und die glückliche Rückkehr für den, der den Pfad ohne Wiederkehr geht.“

Beim Propyläen Verlag ist ein neues Buch über Henze mit dem Titel „L’Upupa – Nachtstücke aus dem Morgenland“ erschienen. Es enthält autobiografische Mitteilungen und neun Aquarelle Henzes (ISBN 3-549-07201-5).