Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Johannes Harneit: „Der Jüngste Tag ist jetzt“

Uraufführung des szenischen Requiems in der Apostelkirche Hannover am 4. Juli 2003

Im Rahmen der Reihe „zeitoper“ kommt es am 4. Juli 2003 zur Uraufführung des szenischen Requiems „Der Jüngste Tag ist jetzt“ von Johannes Harneit (Komposition und Musikalische Leitung) und Xavier Zuber (szenische Realisation). Die Ausführenden sind Mitglieder des Staatsorchesters Hannover, der Extrachor der Staatsoper Hannover und die Gesangsolisten Sunhae Im, Karin Zelles, Edgar Schäfer und Oliver Zwarg. Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Stadtsuperintendenten Wolfgang Puschmann und der Marktkirche Hannover. Weitere Aufführungen sind für den 7. und 8. Juli 2003 jeweils um 21.00 Uhr vorgesehen.

Zu ihrem Stück sagen die Autoren:

„Vier Menschen begegnen sich in der Kirchen-Ruine, ein Zivilist, eine Witwe und ein Soldat, zu ihnen gesellt sich ein Chor und eine Sängerin. Verstreute Musiker sind zu sehen. Ein Konzert? Nein. Vielmehr eine Andacht in der Form eines szenischen Requiems, und die Suche nach der Antwort zu Sinn und Unsinn eines Krieges.

Der Eine soll an die Front, der Andere kommt gerade von der Front. Das Requiem handelt von der unterschwelligen Angst sich im Ernstfall entscheiden zu müssen: Darf man jemand anders verletzen oder gar töten und wenn ja, warum und mit welcher Begründung?

Diese szenische Disputation zum Thema Krieg wird durch die täglich auf uns niedergehenden Schlagzeilen zu einem moralischen Spiel, in dem mehr Fragen als Antworten an unser aller Gewissen gestellt werden. Das Requiem zeigt, wie schwer es ist, den Glauben an das Gute und an das Rechte in unserem täglichen Leben aufrecht zu erhalten, vor allem vor dem Hintergrund einer von den Medien beeinflussten Weltordnung.“