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Glocken der Hauptkirchen läuten das Hamburger Musikfest ein

Sehnsucht nach dem Glockengeläut auf Erden trieb den Sänger Tannhäuser einst aus dem Sündenpfuhl der Venus. Ein Ruf war zu ihm gedrungen und hatte sein Herz bewegt. Vielleicht schwebte den Veranstaltern des Hamburger Musikfests auch dieses romantische Bild vor, als sie sich dazu entschlossen, das einwöchige Festival am 12. September um 18 Uhr mit einem Glockenkonzert der vier Hamburger Hauptkirchen unter dem Titel "Calling" zu eröffnen. Länderschwerpunkte in diesem Jahr sind Italien und Amerika. Das Ensemble Resonanz spielt die spritzigen "Shaker Loops" von John Adams und Sofia Gubaidulinas zentrales Sakralwerk "Sieben Worte" (19.9., 19 Uhr), bei dem die Partitur in den letzten Takten so angeordnet ist, dass sich aus den Noten grafisch ein Kreuzsymbol ergibt. Das Avanti! Chamber Orchestra ist am gleichen Abend um 20.30 Uhr mit Musik aus Lettland, Finnland und Georgien zu Gast. Neben Gija Kantschelis "Nachtgebeten" erklingt auch "Nymphea Reflections" von Kaija Saariaho, deren Oper "L'amour de loin" bei den Salzburger Festspielen 2000 für so großes Aufsehen gesorgt hatte. Die Sinfonie Nr. 3 von Galina Ustwolskaja, einer der radikalsten russischen Komponistinnen der Gegenwart, ist Höhepunkt des Abschlusskonzertes mit den Hamburger Philharmonikern unter Ingo Metzmacher am 20. September (20 Uhr). Für den Geschäftsführer der Musikhalle, Benedikt Stampa, steht fest, dass das Hamburger Musikfest auch weit über das Jahr 2004 hinaus Bestand haben wird - auch wenn der künstlerische Leiter Ingo Metzmacher Hamburg dann verlässt.