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Jan Müller-Wieland vertont Elke Heidenreich: „Die chinesische Wäscherei“

Die Kölner Oper hat Kompositionsaufträge für jeweils 5-minütige komische Kurzopern nach Texten von Elke Heidenreich an die Komponisten Jan Müller-Wieland, Detlev Glanert, Georg Graewe, Thilo Medek und Marc-Aurel Floros vergeben. Man will damit die Tradition der barocken „Intermezzi“ wiederbeleben, die damals als komische Einlagen in der Pause der großen Opera Seria gespielt wurden. Entsprechend sollen diese modernen „Intermezzi“ in der Pause fast jeder Opernhausvorstellung (außer bei Premieren) im oberen Opernfoyer (Yakult-Halle) gezeigt werden. Die fünf Kurzopern haben eine gemeinsame Premiere am 15. November 2003, bevor sie dann während der Kölner Saison 2003/04 in den Opernpausen präsentiert werden sollen.

Müller-Wieland sagt, Elke Heidenreich hat „bekanntlich das, was man in Berlin gern mit ‚Schnauze mit Herz’ bezeichnet. Zudem hat sie einen (versteckt politischen) Bühneninstinkt und ist situationsgemäß pointensicher.“

Mit viel Spaß hat er sich an die Vertonung des Stoffes „Die chinesische Wäscherei“ gemacht. Das Stück trägt diesen Titel wegen seines Protagonisten, eines in einer Wäscherei arbeitenden Chinesen, der kein R sprechen kann und in dieser Oper deshalb nur L statt R singt. Mit diesem Sprachfehler behaftet gibt er dem frischen Witwer Berner (besser: Be-L-ne-L) seine geplätteten und gewaschenen Hemden zurück. Ohne böse Absicht führt er dem Kunden dabei seine menschlichen Schwächen vor Augen. Müller-Wieland kleidet die Kurzkomödie in eine – wie er selbst sagt – „an Satie und der Opéra-minute geschulte Musik für Vibraphon (Kabarett), Tempelblocks (China!) und Ferntrompete (Europa).“