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„Innere Dynamik zu eigen gemacht“ – Chens „Invisible Landscapes“ in einer aktuellen Rezension

In der zweiten Ausgabe des neuen Kammermusikmagazin „ensemble“ vom Düsseldorfer Staccato Verlag ist eine umfangreiche Rezension der Neuausgabe „Invisible Landscapes“ für Zheng, Flöte, Schlagzeug, Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass des chinesischen Komponisten Xiaoyong Chen enthalten (Bestellnr.: Sikorski 8512):

„(...) Chens Werke sind sehr genau und bewusst strukturiert, dafür sorgt schon seine große Affinität zur Mathematik und zu den Naturwissenschaften. Aber die Strukturen der Musik sind ihr nicht vorgegeben, sondern entwickeln sich gleichsam synchron mit ihr aus den Gegebenheiten des Klanges. Häufig kann dabei ein Intervall oder ein Akkord als alleiniges Material die Form eines Stückes prägen. In solcher teilweise extremen Beschränkung bewahrt sich eine kompositorische Disziplin, die das Material nicht beherrschen will, sondern sich seine innere Dynamik zu eigen macht, indem sie ihm einen Entfaltungsraum schafft. Man darf darin getrost einen Niederschlag der ostasiatischen Philosophie sehen, die dem Eigenwert der Dinge eine große Beachtung schenkt – mehr als das auf Funktionalität fixierte westliche Denken. Erkennbar ist auch der Einfluss, den die chinesische Sprache und Musik mit ihrer ungewöhnlichen Differenzierung von Tonhöhen und Rhythmus auf Chens Musik ausüben. ‚Invisible Landscapes’ erfordert neben einer klassischen Besetzung mit Streichern, Bläsern und Perkussion auch eine Zheng, eine Art Zither, die in der traditionellen chinesischen Musik eine bedeutsame Rolle spielt.“