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Tatjana – Balletturaufführung mit Musik von Prokofjew in Lüneburg

Hinter dem Titel der neuen Ballettproduktion am Theater Lüneburg vermutet man zunächst kein Sujet, das auf Puschkins berühmter Novelle „Eugen Onegin“ beruht. Tatjana aber ist in der literarischen Vorlage die junge Frau, die Opfer des aus St. Peterburg stammenden Dandys Eugen Onegin wird. Dieser tötet im Duell den Verlobten einer Frau, an der ihm gar nichts liegt. Tatjana, die sich in ihn verliebt hat, weist er kaltherzig zurück. Viel zu spät erkennt Onegin, dass auch er Liebe für sie empfindet. Doch das einmal enttäuschte Vertrauen lässt sich nicht mehr zurückgewinnen.

Der in den Jahren 1825 bis 1833 erschienene Versroman „Eugen Onegin“ wurde 1846, neun Jahre nach dem Tod des Dichters, dramatisiert. In der Opernfassung von Peter I. Tschaikowsky erfuhr er 1879 eine seiner bekanntesten Umsetzungen. Etwa hundert Jahre nach der letzten Veröffentlichung der Romanvorlage gab es einen weiteren Ansatz zu einer musikalischen Auseinandersetzung mit dem Stoff. Zu einer geplanten Aufführung der Dramenfassung des „Eugen Onegin“ am Moskauer Kammertheater schrieb der Komponist Sergej Prokofiew eine Schauspielmusik. Neben diesem Werk werden in Lüneburg Ausschnitte aus Prokofjews 7. Sinfonie und seiner Zwei Puschkin-Walzer für Orchester vertanzt. Für die Choreographie von „Tajana“ zeichnet Ingrid Burmeister verantwortlich. Die Premiere ist am 14. Februar 2004.