Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

"Präzision und emotionale Stärke" – Akademisches Forum mit Sofia Gubaidulina

Eine mehrtägige Konzertreihe war von Anfang bis Mitte Dezember 2003 der russischen Neuen Musik und insbesondere der Komponistin Sofia Gubaidulina in Augsburg gewidmet. Dabei stand Gubaidulina am Rande eines Konzertabends auch zu einer Podiumsdiskussion zur Verfügung. Die Augsburger Allgemeine berichtete am 12. Dezember 2003 darüber:

„(...) Gubaidulina erläuterte ihre Beziehung zum Kreuz, dem Symbol, das ihr sehr teuer ist. Es entsteht bei „in croce“ zum einen durch Linearität: Das tiefe Cello zu Beginn bewegt sich nach oben, das hohe Akkordeon bei tiefen, erdigen Tönen. (...) Sind Sofia Gubaidulinas Werke Kirchenmusik? Gert Völkl spricht – wie die Komponistin selbst – lieber von religiöser Musik. Weitere Spuren christlicher Symbolik verfolgten die Diskutanten in den ‚Sieben Worten’: Das Kreuz ist darin sichtbar im Notenbild der Partitur. Die ‚Johannespassion’ (2000) arbeitet ebenfalls mit einer Überkreuzung von Horizontalem und Vertikalem. Das eine ist durch den Evangeliumstext als historische Achse, das andere durch die Offenbarung vertreten. (...) Die Emigration 1992 bezeichnet die Komponistin nicht als wesentlichen Einschnitt, wenngleich sie die Jahre danach als ihre glücklichsten betrachtet. ‚Am Rande des Abgrunds’, ein sehr bewegendes Stück, schrieb Gubaidulina angesichts einer schweren Krankheit von Viktor Suslin. Das Werk für sieben Celli und zwei Aquaphone musizierten neben der Komponistin und Viktor Suslin (Aquaphone) der Cellist Julius Berger und Studierende seiner Meisterklasse: Umberto Clerici, Aleksandra Ohar und Yoon-jung Hwang.“