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Begeisterte Rezension der Neuerscheinung Ed. 8507: Auerbachs 24 Präludien

Im Herbst 2003 sind bei den Sikorski Musikverlagen die 24 Präludien für Violine und Klavier der amerikanischen Komponistin Lera Auerbach als Druckausgabe erschienen (Ed. 8507). Das Werk ist Bestandteil der gefeierten Ballettproduktion „Préludes CV“ von John Neumeier, das an der Hamburgischen Staatsoper im Sommer letzten Jahres Premiere hatte. Andreas N. Tarkmann nun hat die Druckausgabe in der aktuellen Nummer des neuen Magazins für Kammermusik „ensemble“ (1/2004) besprochen:

„(...) Selten zeigt ein Frühwerk so viele Zeichen früher Meisterschaft. Auerbachs Tonsprache ist – obwohl sie seit langem in den USA lebt und bei Milton Babbitt und Robert Beaser studierte – von russischen Einflüssen geprägt. Lera Auerbach setzt die große Tradition der Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts fort, die sowohl als Komponisten als auch als Pianisten tätig waren. Mit gerade einmal 30 Jahren ist sie bereits als Pianistin in allen wichtigen Konzertsälen der Welt aufgetreten. Sie komponierte für Gidon Kremer, Vladim Gluzman, für die Kremerata Baltica und andere. Ihre Werke wurden u.a. bei den Festivals in Aspen, Ravinia, Schwetzingen, beim Moskauer Herbst und beim Kammermusikfest Lockenhaus aufgeführt. Zudem ist sie eine echte Dreifachbegabung: Komponistin, Pianistin und – Schriftstellerin. 1996 wurde sie von der Internationalen Puschkin-Gesellschaft zur Schriftstellerin des Jahres gewählt und erhielt den Poesiepreis der ‚Nowoje Russkoje Slowo’, der größten russischsprachigen Zeitung im Westen.

Die 24 Präludien führen tatsächlich durch alle Tonarten, fein geordnet nach dem Quintenzirkel. Die erweiterte Tonalität und ihre Vorliebe für sinnliche und effektvolle Farben erinnert vielmals an Schostakowitsch, dessen eigene Präludien hier Vorbild gewesen sein mögen. Dennoch – diese wunderbaren Miniaturen tragen eine deutliche eigene Handschrift und machen neugierig auf mehr.“