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Lady Hamilton erobert Köln

Am 30. April 2004 hat an der Oper Köln Eduard von Künnekes Operette „Lady Hamilton“ Premiere. Das Stück, 1926 in Breslau uraufgeführt, erzählt die fiktive Geschichte der wahren Lady Hamilton auf ihrem Weg vom armen Mädchen zur Botschaftergattin und Geliebten des größten englischen Kriegshelden Lord Nelson. Die Handlung beginnt im Jahre 1781. Amy Lyons arbeitet als Sängerin in einer Hafenkneipe in Neapel, in die sich eines Abends vier feine Herren verirren, unter ihnen der britische Gesandte Lord Hamilton. Alle diese Männer verlieben sich in Amy. Nach einigen Aufregungen und Missverständnissen entschließt sich Amy, Lord Hamiltons Mätresse zu werden und folgt ihm nach England. Einige Jahre später lebt Amy versteckt in Hamiltons Palast in Neapel, als dieser einen Empfang für Lord Nelson anlässlich seines großen Seesieges gibt. Amy, die die Heimlichtuerei leid ist, erscheint auf dem Empfang und löst damit eine Reihe von Ereignissen aus, die zu ihrer Heirat mit Lord Hamilton führen. Schon sehr bald darauf beginnt sie eine Affäre mit Lord Nelson, der ihr völlig verfällt.

Künnekes Musik und Richard Bars Texte verschmelzen zu einer wunderbar leichten Operette, die durch ihre Kombination aus realen und fiktiven Figuren und Ereignissen, einen traumhaften Charakter bekommt.

Im Zentrum des Geschehens steht immer Lady Hamilton, die schon durch ihre musikalische und gesangliche Charakterisierung klarmacht, wie sehr sie sich von ihren männlichen Gegenparts, Hamilton und Nelson, die zu reinen Sprechrollen degradiert sind, unterscheidet. Ihre Abenteuerlust und ihre einzigartige Stellung in der Geschichte würdigt und unterstreicht Künneke dadurch, dass er Amy als stets den Männern überlegen darstellt und ihr Witz, Charme und eine unbändige Lebensfreude zuordnet.