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Kritik zur Neuinszenierung von Peter Ruzickas „Celan“ in Köln

Zur Neuinszenierung von Peter Ruzickas Oper „Celan“ schreibt Detlef Brandenburg im renommierten Fachmagazin „Die Deutsche Bühne“ (5/2004, S. 50):

„Günter Krämers Inszenierung ist eine strenge Verweigerung. Das ist ihre große Stärke. Krämer verweigert nahezu alles, was das Libretto von Peter Mussbach an szenischer Konkretisierung bietet: die Schauplätze, die filmischen Hilfsmittel, die Szenenanweisungen. Wir sehen eine leere, dunkle, mit kleinen Quadern übersäte Bühne, auf der ein Kollektiv von Männern und Frauen in schwarzer Abendkleidung immer neu arrangiert wird. (...) Bei keiner der beiden vorhergehenden Inszenierungen war der Zuschauer den Schmerzensgesten von Peter Ruzickas requiemhafter Musik so ungeschützt ausgesetzt wie hier.

Krämers Inszenierung ist eine Todesfuge, die das expressiv Quälende der Oper spürbar macht. (...) Erstmals übernahm in Köln Ruzicka selbst die musikalische Einstudierung und Leitung. Sein von überlegener Tempogestaltung und weit atmender Phrasierung getragenes Dirigat zeugte von großer expressiver Dringlichkeit sowohl in den scharf akzentuierten Zuspitzungen wie auch in den keusch, aber intensiv ausgesungenen Motiven lyrisch-melodiösen Innehaltens. (...)“