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Volker Dunisch über sein „Song-Playing“ in PIANO NEWS Mai 2004

Der Schulmusiker und Musiktherapeut Volker Dunisch hat mit seinem neuen Band „Song-Playing – Patterns for Piano“ (Ed. 1631) einen wahren Hit gelandet. In seiner Funktion als Dozent für Klavier und Liedbegleitung am Institut für Musik und ihre Didaktik der Universität Dortmund empfand er besonders die Notwendigkeit eines solchen Leitfadens für die Praxis. Der Chefredakteur der Zeitschrift PIANO NEWS hat Volker Dunisch bei der Frankfurter Musikmesse getroffen. Das vollständige Gespräch können Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins (Mai/Juni 2004) auf den Seiten 76-77 lesen. Hier ein Ausschnitt:

PIANO NEWS: ...heute gibt es doch massenhaft gute Songbooks, die einen ausgesetzten Klaviersatz aufweisen.

Volker Dunisch: Aber ein ausgesetzter Klaviersatz ist meist für die Praxis nicht geeignet. Die sind ja auch für Anfänger gedacht, die ihre Lieblingslieder spielen wollen. Neben der Melodie sind die anderen Finger in der Begleitung recht schlicht. Wenn ich aber ein Stück, ein Lied begleite, dann spiele ich – wie bei einer Schlaggitarre – eigentlich nie die Melodie, sondern setzte den Schwerpunkt auf Rhythmus und Harmonie. Daher sind die Songbooks nicht für die Prais gemacht.

PIANO NEWS: Wie ist das Buch aufgebaut?

Volker Dunisch: Die ersten drei Kapitel liefern die Grundlagen und danach gibt es eigentlich keine Chronologie mehr, sondern man kann sich raussuchen, was einem gefällt. Meine Zielgruppe sind in erster Linie Schullehrer, die diese Art improvisatorischen Spiels nie gelernt haben.

PIANO NEWS: Das Spiel nach Akkorden, also Pattern, wie man es im Jazz nennt und wie es auch im Untertitel des Buches heißt, ist ja nur vordergründig richtig, denn es sollen ja später nicht nur Akkorde gespielt werden, oder?

Volker Dunisch: Nein, man spielt später Füllstimmen, rhythmisiert mit gebrochenen Akkorden und versucht der Begleitung Leben einzuhauchen, aber auch authentisch klingen zu lassen.

PIANO NEWS: Wenn ich also dieses Buch durchgearbeitet habe, bin ich dann in der Lage, zu einer Melodie eine akkordische Begleitung zu spielen, oder benötige ich immer noch eine Art von Symbolsprache?

Volker Dunisch: Das Kapitel „Harmonisieren“ beschreibt genau dies. Für den Bereich von Songs lernt man genau dies, das Improvisieren ad hoc, wenn es kein reiner Jazz ist. Allerdings kann man danach auch nach Akkordsymbolen spielen, die dann ja auch in vielen Songbooks integriert sind.