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Hölderlin-Ode von Jan Müller-Wieland bei „Alpenklassik”

Beim Festival „Alpenklassik“ in Bad Reichenhall wird am 11. August 2004 ein neues Vokalwerk von Jan Müller-Wieland, „Die Liebe“ nach Friedrich Hölderlin für hohen Bariton und Klavier, zur Uraufführung gelangen. Nach Luigi Nono und Wilhelm Killmayer, um nur wenige bedeutende Komponisten zu nennen, hat nun auch der aus Hamburg stammende Jan Müller-Wieland ein Werk des hochsensiblen Dichters vertont. Hölderlin sei schon immer sein Schirmherr gewesen, sagt er und fügt scherzhaft hinzu: „Obwohl ich ein preußischer Norddeutscher bin.“ Seine Vertonung handele vom Affekt des Erkämpfens von neuer, möglicher Realität, was zur Zeit der Oden-Entsehung im Jahr 1800 vorwiegend auf die französische Revolution und ihre Folgen abzielte. „In meinem Lied ‚Die Liebe’ kommen keine Götter vor. Nur eben die Tochter Gottes: Die Liebe“, sagt Jan Müller-Wieland.

Die Uraufführung findet im Rahmen der „Hölderlin-Werkstatt“ des Alpenklassik-Sommerfestivals statt. Namhafte Komponisten wie Aribert Reimann, Wolfgang Rihm, Manfred Trojahn und Peter Ruzicka erarbeiten während der Veranstaltung mit jungen Sängern Lieder nach Hölderlin. Neben den Uraufführungen werden Hölderlin-Vertonungen von Hindemith, Britten, Eisler und Rihm zu hören sein.

Jan Müller-Wieland und Aribert Reimann werden kurz nach der Hölderlin-Liederwerkstatt weiter nach Hamburg reisen, um im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals (Reihe „anbruch“) einen weiteren Lieder-Meisterkurs zu gestalten, der in ein Konzert am 28. August im Rolf-Liebermann-Studio des NDR mündet. Das Thema dieses Kurses und Konzertes wird Franz Kafka sein. Hier gelangt auch Müller-Wielands neues Werk „Rotpeters Trinklied“ nach einer Kafka-Vorlage zur Uraufführung.