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„Der neunte Tag“ – Schlöndorffs neuer Film mit Schnittkes Musik

Die vom Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff verfilmte dramatische Geschichte des Luxemburger Abbé Henri Kremer während der Nazi-Zeit wurde am 2. Juli beim Münchner Filmfest erstmals vorgestellt. Als Soundtrack für diesen bewegenden Film hat Schlöndorff ausschließlich Musik von Alfred Schnittke verwendet, unter anderem das berühmte zweite Violoncellokonzert in seiner gesamten Länge. Das schwedische, für Schnittkes Musik besonders engagierte Label BIS hat den Soundtrack in einer Sonderedition auf CD veröffentlicht.

In seiner Zeitungskritik zum Münchner Filmfest schreibt Eberhard von Elterlein über die Beiträge der jüngeren Regisseure, sie hätten zwar Ideale, aber nur unfertige Ideen. „Revolution sei schwierig geworden, heiße es an einer Stelle. „Da verwundert es nicht, dass ausgerechnet der Altmeister des Neuen Deutschen Filmes des wahren Widerstands Lösung in der Vergangenheit findet. Volker Schlöndorffs ‚Der neunte Tag’ feierte in München Uraufführung. Er erzählt, wie sich der luxemburgische Abbé Kremer (Ulrich Mathes) den Verführungen der Gestapo widersetzt, sich von seinem widerspenstigen Bischof los- und der NS-Ideologie zuzusagen. Widerstand als Entsagung aus tiefer innerer Frömmigkeit. Ein stimmungsvolles Kammerspiel, in Figurenzeichnung, Schauspielerführung und szenischen Auflösung im besten Sinne altmodisch und doch beispielgebend für manch jungen Regisseur, wie sich menschliche Grenzgänge ohne grenzwertige Dramaturgien umsetzen lassen.“ (DIE WELT, 6.7.2004)