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Gubaidulinas viertes Streichquartett in einer Ensemble-Besprechung

In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins ensembles hat Manuel Rsler die Sikorski-Neuerscheinung Streichquartett Nr. 4 von Sofia Gubaidulina (Part. u. Stimmen: Ed. 8506) unter anderem mit folgenden Worten besprochen:

(...) Der Titel Streichquartett erscheint auf den ersten Blick wenig angemessen fr dieses Werk, handelt es sich doch tatschlich um drei Streichquartette, die auf eigentmlich aphoristische Weise bereinander geschichtet scheinen. Bei diesem Werk hat es mich besonders interessiert herauszufinden, wie das Reale aus dem Nichtrealen entsteht, schreibt die Komponistin selbst ber ihr Werk.

In formaler Hinsicht besteht das Streichquartett Nr. 4 aus drei Klangschichten zwei davon werden als Playback zugespielt. Dazu tritt eine an die Farborgeln des frhen 20. Jahrhudnerts erinnernde Lichtregie, die die Komposition buchstblich in ein mystisches Licht rckt. Bemerkenswerterweise spielt sich ein bedeutender Teil der musikalischen Entwicklung hinter der Bhne im Playback-Material ab; die Live-Parts erscheinen als filigran ausgearbeiteter Kommentar mit Unschrfeelementen. (...)