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Manuel Rösler über Schnittkes Epilog für Violoncello, Klavier und Tonband

Der berühmte Epilog aus Schnittkes Ballettmusik „Peer Gynt“ ist bei den Sikorski Musikverlagen in einer Kammerfassung erschienen (Ausgabe: Ed. 1997). In der Fachzeitschrift für Kammermusik „ensemble“ (5/04, S. 60) schreibt Manuel Rösler über das Stück und die Veröffentlichung:

„(...) In der vom Komponisten selbst hergestellten Fassung für Cello, Klavier und Tonband (mit dem Chor der Uraufführung) hat der Epilog zum Ballett Peer Gynt seinen Charakter geändert. Von der Folie eines diatonischen Chorclusters in reinem D-Dur entfaltet soch das gut 20-minütige Adagio. Was auf der Bühne als kollektives Ewigkeits-Erlebnis dargestellt wurde, erscheint nun als eine sehr individuelle Angelegenheit von vor allem lyrisch-elegischem, aber auch leidenschaftlich aufbegehrendem Charakter: Das Cello monologisiert, grundiert von Klavier-Akkorden und sphärischem Chorgesang. Ist Schnittkes Komposition für Neumeiers Ballett eine Musik der tausend Gesichter, farbensprühend, ausdrucksstark, unerbittlich privat, konzentriert sich der Epilog auf den Aspekt grübelnder Klangsinnlichkeit.“