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Ballettchef John Neumeier bleibt in Hamburg

John Neumeier bleibt bis 2010/2011 in Hamburg. Die siebte Vertragsverlängerung seit seinem Amtsantritt im Jahr 1973 an der Hamburgischen Staatsoper unterzeichnete der 62jährige am 20. Oktober 2004 im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses. „Ich bin da zu Hause, wo ich glaube, meiner Kunst am besten dienen zu können“, kommentierte Neumeier seine Entscheidung. „Nach langen Überlegungen ist das Hamburg.“

Mit dem russischen Komponisten und Wahl-Hamburger Alfred Schnittke schuf der weltberühmte Choreograph im Jahr 1986 eines seiner bedeutendsten Ballette. Im Rahmen seiner jahrzehntelangen Arbeit an der Staatsoper kam es zu zahlreichen weiteren Begegnungen mit Schnittkes Musik. Sowohl in seiner choreographischen Adaption des „Othello“ nach Shakespeare, wo er das Concerto grosso Nr. 1 vertanzte, als auch in dem Ballett „Endstation Sehnsucht“ nach Tennessee Williams verwendete Neumeier Musik des 1998 verstorbenen Komponisten. Weitere Neumeier-Choreographien nach Werken russischer Komponisten aus den Katalogen der Sikorski Musikverlage sind u.a.: „Romeo und Julia“ (Sergej Prokofjew), „A Cinderella Story“ (Sergej Prokofjew), „Nijinsky“ (Dmitri Schostakowitsch) und „Préludes CV“ (Lera Auerbach).

Das nächste große Ballett-Projekt von John Neumeier wird im Frühjahr 2005 in Kopenhagen Premiere haben. In Neumeiers Auftrag hat die russisch-amerikanische Komponistin Lera Auerbach eine Ballettmusik zum Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen geschrieben. Die Uraufführung findet am 15. April 2005 in Kopenhagen statt.