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Milko Kelemens Jubiläumsjahr

Seine Musik solle „wie ein Flug sein“, erläuterte der aus Kroatien stammende, seit mehr als 40 Jahren in Deutschland lebende Komponist Milko Kelemen einmal Werner M. Grimmel gegenüber. Überhaupt müsse bei Musik „immer eine Spannung zugegen sein.“

Milko Kelemen wurde am 30. März 1924 in Podrawska Slatina geboren. Er studierte u.a. bei Olivier Messiaen in Paris und bei Wolfgang Fortner in Freiburg. Seine Arbeit am „Elektronischen Siemens-Studio“ in München sowie eine Einladung als „Composer in residence“ nach Berlin waren erste Stationen seines Wirkens in Deutschland. Bereits im Jahr 1959 begründete er die „Zagreber Biennale“, deren Präsident er seit den frühen 60er Jahren ist.

Milko Kelemen, der heute in Stuttgart lebt, wurde mehrfach ausgezeichnet (Großes Bundesverdienstkreuz, Preis der IGNM, Großer Jugoslawischer Staatspreis, französischer Orden “Chevalier des Arts et des Lettres”).

Anlässlich des 80. Geburtstages standen und stehen zahlreiche Werkpräsentationen, Ur- und Erstaufführungen Kelemens auf internationalen Konzertprogrammen. Am 28. September 2004 brachten Joachim Schall (Violine), Werner Taube (Violoncello) und Gunhilde Cramer (Klavier) Kelemens Kammermusikwerk „Aural“ beim Musikfest in Bad Urach zur Uraufführung. Als kroatische Erstaufführungen erklangen am 3. Oktober 2004 beim Kelemen gewidmeten Musikfest in Slatina die beiden Werke „Horn and Strings“ sowie „Pas de deux“, gespielt von den Zagreber Solisten. Am 4. Oktober 2004 brachte Neven Belamaric am gleichen Ort Kelemens „Inferno di Dante – Canto III“ für Bass solo und Schlaginstrumente (ein Sänger nzw. Spieler) zur Uraufführung. Neben zahlreichen anderen Kelemen-Werken kann am 5. Oktober in kroatischer Erstaufführung sein „Intonazioni poetiche“ für Kammerorchester durch das Kroatische Kammerorchester zur Aufführung.

Am 21. November 2004 spielt Stephen Breith (Violoncello) die Uraufführung des neuen Werkes „Musica amorosa“ für Violoncello solo von Milko Kelemen in Wiesbaden.