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Musikverein: Trio überzeugte mit Komposition von Lera Auerbach

Im Musikverein Regensburg hat das renommierte Klaviertrio Tichmann-Bieler-Kliegel am 22. Januar 2005 das Klaviertrio op. 28 der amerikanisch-russischen Komponistin Lera Auerbach zur deutschen Erstaufführung gebracht. In der Mittelbayerischen Zeitung vom 25. Januar 2005 schreibt Gerhard Detel zu diesem Ereignis:

„Steht ein unbekanntes zeitgenössisches Werk auf dem Programm eines Konzerts, so erwartet der Hörer die Aufführung meist mit Skepsis und ist dann angenehm enttäuscht, wenn sich die präsentierte Musik als verbindlicher und verständlicher erwiesen hat, als er befürchtete. Eine solche angenehme Enttäuschung bot beim jüngsten Musikvereinskonzert das in den 1990er Jahren komponierte Klaviertrio von Lera Auerbach. Die junge, aus Russland stammende Komponistin schreibt in diesem Trio eine höchst expressive Musik, die deutlich in der Tradition ihres Heimatlandes von Tschaikowsky über Schostakowitsch bis hin zu Schnittke steht, aber zugleich alle Redseligkeit vermeidet und in ihren Formen überraschend knapp gehalten ist.

Weit mehr als Pflichtbeifall war es, der danach im Wolfgangsaal des Domspatzengymnasiums aufbrandete, sondern geradezu begeisterte Zustimmung. Sie galt wohl der Komposition ebenso wie den Interpretationen auf dem Podium, die Lera Auerbachs Trio bis zum Bersten mit Intensität aufluden: der Pianistin Nina Tichman, der Geigerin Ida Bieler und der Cellistin Maria Kliegel. Als leicht dahinhuschendes Tonspiel formulierten die drei den scherzohaften Anfangssatz, tauchten das Andante in träumerische Versunkenheit und ließen danach das Schlusspresto als wilde Jagd dahinstürmen, in deren Mitte die Musik aber abrupt einfror und versprödete, sich in geisterhafte Sul-ponticello- und Flageolett-Klänge auflöste ...“