Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

„Die Offenbarung eines Konzartabends“: Geringas und Schüler spielten Gubaidulina in Hamburg

Der Cellist und Freund der in der Nähe von Hamburg lebenden Komponistin Sofia Gubaidulina, David Geringas, war einer der Solisten eines Violoncello-Konzertes im Rahmen der Hamburger Belaieff-Konzertreihe. Am 15. Januar spielten er und das Ensemble Gericelli u.a. Gubaidulinas „Am Rande des Abgrunds“ für sieben Violoncelli und zwei Aquaphone sowie „Quaternion“ für vier Violoncelli. In der Tageszeitung „Die Welt“ kommentiert Peter Krause das Ereignis:

„Echte musikalische Juwelen, klingenden Kleinodien funkelten am Sonnabend im mit mutigen Ohrenmenschen prall gefüllten Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe: David Geringas stellte mit sechs seiner cellostreichenden Meisterschüler die reiche Ausbeute seiner Schatzsuche vor, auf der er lauter zeitgenössische Preziosen entdeckte. (...) Die Offenbarung des Abends: Sofia Gubaidulinas ‚Am Rande des Abgrunds’ für sieben Celli und zwei Aquaphone. Die Komponistin und der Widmungsträger des Werks, Viktor Suslin, schwenkten und strichen selbst die obertönigen, wassergefüllten, Weihrauchgefäßen ähnelnden Waterphones, während die Cellisten ihre Instrumente mit flirrenden Flageoletts in unerhört seufzende und säuselnde, summende und surrende Wunderharfen verwandelten. In Gubaidulinas ‚Quaternion’ schienen gar fliegende Regentropfen an der Grenze der Hörschwelle in so zartem Pianissimo durch den Saal zu schweben, daß das ordinäre Uhrticken unseres Hörnachbarn zum unerträglich lauten Störspiel mutierte. Ermöglicht wurde das Abenteuer von der Belaieff-Stiftung, einem Juwel der Förderung der Neuen Musik.“