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Grigori Frids „Tagebuch der Anne Frank“ an der Oper Köln

Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank gehört zu den erschütterndsten Zeitdokumenten des 20. Jahrhunderts. Lange Zeit hatte sich Anne Frank vor dem Zugriff der Nationalsozialisten schützen können. Ihre Empfindungen und Erlebnisse schildert sie in einem Tagebuch, das nach dem Krieg veröffentlicht und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

Der russische Komponist Grigori Frid wählte das Tagebuch als Sujet für eine Monooper, die 1993 in Nürnberg zur deutschen Erstaufführung kam. Die Oper für eine Sängerin und Kammerorchester setzt sich aus vier Szenen zusammen, in denen der Leidensweg der Anne Frank in prägnanten Stationen mit musikdramatischen Mitteln nachempfunden wird. Die ständig wiederkehrenden Militärsignale und die dissonanten Intervalle illustrieren die ständige Bedrohung durch die Nazis und die Verzweiflung des zutiefst optimistischen Mädchens, das den Glauben an eine glückliche Zukunft nie aufgegeben hat.

In einer Neuinszenierung hat die Monooper von Grigori Frid am 31. März 2005 an der Oper Köln Premiere.