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Beeindruckende Zwetajewa-Gedichte, vertont von Alfred Schnittke

Alfred Schnittkes bei Sikorski in einer Neuausgabe erschienenen Drei Gedichte von Marina Zwetajewa (Ed. 828) wurden in der Schweizer Musikzeitung von Brigitte Kuhn-Indermhle ber aus positiv besprochen:

Die drei Gesnge fr Mezzosopran und Klavier auf drei Gedichte von Marina Zwetajewa (es gibt sie auch in einer Version fr Sopran und Klavier) stammen aus dem Jahr 1965, als sich der Komponist noch der Techniken der Avantgarde bediente. Sie entsprechen dadurch nicht dem erwarteten Klangbild spterer Werke, fr die Schnittke selbst den Begriff Polystilismus geprgt hat. Ich war berrascht, zuerst mit umfangreichen Spielanweisungen konfrontiert zu sein. Die meisten betreffen allerdings den Klavierpart, der sich zum groen Teil im Instrument abspielt, mit Pizzicato, Glissandi auf den Saiten etc.

Von der Sngerin werden zum Teil Sprechgesang auf genauer Tonhhe, Triller mit grer werdendem Ambitus und in Nr. II einige Vierteltne in chromatischen Passagen erwartet. Zur Hauptsache aber sind es traditionell notierte Kantilenen mit zwlftnigem Hintergrund, rhythmisch und deklamatorisch interessant, die sicher den Aufwand lohnen. Der Umfang der Singstimme reicht vom fis bis as, die Dauer ist acht Minuten.

Die deutsche Nachdichtung der drei beeindruckenden Gedichte der Marina Zwetajewa durch Jrgen Kchel gibt nicht nur die dramatische Stimmung wieder, sondern ist durchaus auch singbar. Fr diejenigen Sngerinnen, die russisch singen mchten, ist unter dem Kyrillischen eine fr uns lesbare Transkription und am Schluss des Hefts eine Liste mit Hinweisen zur Aussprache beigefgt.