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Anna Gourari stellte die Ciaccona von Sofia Gubaidulina auf NDR Kultur vor

Am 27. Mai 2005 (15.30 Uhr) spielte Anna Gourari auf NDR Kultur die berhmte Ciaccona der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina. Anna Gourari gehrt zu den spannendsten Pianisten ihrer Generation: In ihren Konzerten und Aufnahmen bewegt sie sich hufig abseits der ausgetretenen Pfade. Das ist auch auf ihrer neuesten CD (erschienen bei Decca) der Fall, die im Kultursender des NDR an diesem Tag zur Ausstrahlung gelangte. Als Kontrast zu Alexander Skrjabins Dsir hatte Anna Gourari die Ciaccona von Sofia Gubaidulina aufgenommen, die nchstes Jahr ihren 75. Geburtstag begeht. Eine ebenso ungewhnliche wie spannende Begegnung von zwei ganz unterschiedlichen Persnlichkeiten.

Beide sind russische Komponisten, aber unglaublich gegenstzlich: Ich wrde sagen, dass Skrjabin zu dem sehr russischen Kulturkreis gehrt und zu der sehr russischen Art des Empfindens, des Lebens und des Fhlens gehrt. Und ich wrde sagen, dass die Gubaidulina zu keiner Nation einzuordnen wre, sie sagte auch, dass sie absolut dagegen sei, als russische oder tatarische Komponistin definiert zu werden. Sie ist berall zu Hause, ist einer Brgerin der Welt.

Ob sie nun Gubaidulina oder Skrjabin unter den Hnden hat - Anna Gourari ist immer sprbar um einen Reichtum an Farben und Stimmungen bemht. Bei aller vollgriffigen und kraftvollen Virtuositt beweist sie dabei stets ein besonderes Gespr fr weit geschwungene Melodielinien: Sie klingen bei ihr ganz wunderbar gesanglich geatmet. Und das ist kein Zufall. Manchmal denke ich - und es ist tatschlich wahr - wenn ich so spielen knnte, wie Cecilia Bartoli singt, dann wre das fantastisch. Aber ich denke, man kann es nur versuchen, aber man wird es nie erreichen. Aber das ist ja auch das schne dabei!