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Sensationelle Uraufführung eines Flötenkonzertes von Gubaidulina in Schweden

Der Dichter T.S.Eliot spielt eine zentrale Rolle im Schaffen der Komponistin Sofia Gubaidulina. Dass ein Zitat aus einem seiner Gedichte Gubaidulinas jüngstes Flötenkonzert betitelt, ist vor diesem Hintergrund kaum eine Überraschung. Am 26. Mai 2005 nun steht in Göteborg die mit Spannung erwartete Uraufführung des Werkes „... The Deceitful Face of Hope and of Despair“ bevor.

Die Solistin ist Sharon Bezaly, Mario Venzago leitet die Göteborger Symphoniker. Anschließend wird es gleich eine CD-Produktion des Werkes für das schwedische Label BIS geben. Zu ihrem neuen Werk sagt die Komponistin selbst:

„Der englische Titel meines Flötenkonzertes – übersetzt etwa ‚ ... Das trügerische Antlitz der Hoffnung und der Verzweiflung’ – ist dem Gedicht ‚Ash-Wednesday’ von T.S. Eliot entnommen. Es lag mir jedoch fern, die im Titel genannten Gefühlszustände mit musikalischen Mitteln darzustellen. Vielmehr geht es mir um musikalisch-akustische Tatsachen. Bekanntlich erzeugt jedes Intervall zwei Kombinationstöne: einen Summations- und einen Differenzton. So erzeugt beispielsweise ein im tiefsten Register erklingendes Intervall einen Differenzton, den wir aber nicht mehr als Ton, sondern nur als Pulsieren wahrnehmen. Je kleiner und je tiefer das Ausgangsintervall ist, um so langsamer ist das Pulsieren seines Differenztones. Und wenn man das Ausgangsintervall immer weiter in die Tiefe verschiebt, dann geraten wir in jene Bereiche, wo der reale Klang von uns nicht mehr wahrgenommen werden kann. Es bleibt nur der Puls übrig, der schließlich ebenfalls allmählich verschwindet ...“