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„Tango für Viola” - Benjamin Yusupovs Violakonzert mit Maxim Vengerov in Hannover

Eiji Oue, der Chefdirigent der Radiophilharmonie Hannover des NDR und Leiter der Bayreuther Neuinszenierung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ im Sommer, bringt am 12. Mai 2005 in Hannover das Konzert für Viola und Orchester des russisch-israelischen Komponisten Benjamin Yusupov mit seinem Orchester zur Uraufführung. Den Solopart übernimmt der Weltstar Maxim Vengerov. Das Konzert enthält zwei Tango-Sätze, in denen der Solist nicht nur eine Tango-Kadenz spielt, sondern auch eine entsprechenden Tanz darbieten muss.

Der Komponist sagt über sein Werk:

„Ich glaube, Komposition im 21. Jahrhundert sollte integrativ und ‚allwissend’ die gesamte Bandbreite der Musik zu einer gemeinsamen Sprache verschmelzen. Zusammen mit den beinahe unbegrenzten klanglichen Möglichkeiten eines sinfonischen Orchesters war dies für mich die wesentliche Motivation, ein Konzert im 21. Jahrhundert zu schreiben. Nach einer kurzen Einleitung beginnt der erste Satz mit Tango-Elementen und geht danach in expressiv-spätromantische Musik über. Der zweite Satz überrascht mit einer Verknüpfung von orientalischen Motiven und klassisch-barocken Musikformen. Der dritte Satz ist im Metal-Rock-Stil komponiert mit seinen charakteristischen Elementen elektrische Gitarre, schweres Schlagzeug und eine von Multi-Effekten begleitete und verstärkte Improvisation des Solisten. Der vierte Satz führt in die Postmoderne ein, die von nostalgischen Momenten sowie von extremer, obsessiver Expressivität und Sanftheit begleitet wird. Diese vier Sätze folgen attacca aufeinander, wodurch sich Kontinuität und Zusammenhang ergeben, was die nötige Spannung erhöht. (...)

Der Solopart in diesem Konzert ist ungewöhnlich und unterscheidet sich von allen anderen Werken des Viola-Repertoires: sehr schnelle Passagen, äußerst hohe Tonlagen und ein sehr sonores Spiel, wie es für die Viola normalerweise nicht typisch ist, prägen das Spiel des Solisten.“