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Fußball und Moderne – Moritz Eggerts Oratorium „Die Tiefe des Raumes“ steht unmittelbar bevor

Am 11. September 2005 kommt im Rahmen der RuhrTriennale in Bochum (Jahrhunderthalle) ein ungewöhnliches Oratorium von Moritz Eggert zur Uraufführung. Betitelt ist das Werk „Die Tiefe des Raumes“ – ein Fußballoratorium für Solisten, Orchester und Chor nach einem Text von Michael Klaus. Die Ausführenden sind Ursula Hesse von den Steinen, Thomas E. Bauer, der Chor der RuhrTriennale und die Bochumer Symphoniker unter Leitung von Steven Sloane.

In einem Gespräch mit Eberhard Spohd (Spielkultur 09/2005) sagt Eggert: „Das Stück hat sicher pseudoreligiöse Elemente, aber es gibt auch eine Menge Oratorien, die nichts mit Religion zu tun haben. Aber man erhält eine ironische Brechung, wenn man auf der einen Seite eine sehr klassische Form nimmt und für so ein Thema wie Fußball einen ganz anderen Hebel findet. (...) Das Stück dauert zweimal 45 Minuten plus Nachspielzeit, und im Hintergrund läuft tatsächlich ein Spiel ab, in dem zu bestimmten Zeitpunkten auch Tore fallen.“

Trotzdem wählt der Komponist für den musikalischen Verlauf eine Nummernform wie im Oratorium. Es gibt richtige Arien und Chorstücke. Eggert: „Mich interessieren Melodik, Sprachlichkeit, Kontrast, Dramaturgie, Spannung, Fallhöhen. Deshalb soll es ein dramatisches, überraschendes und hoffentlich auch komisches Werk werden.“