Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Wunderland Theater Hof – Baumanns beliebtes „Alice“-Ballett hat Premiere

Der Berliner Komponist Herbert Baumann (geb. 1929) bearbeitete 1984 den Roman „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll für die Bühne und schuf eine etwa 90-minütige musikalisch-poetische Traumwelt, die erstmals im Hessischen Staatstheater in Wiesbaden gespielt wurde. Am Theater Hof hat das beliebte Ballett nun am 28. Oktober 2005 Premiere. Die musikalische Leitung hat Arn Goerke, für die Choreographie zeichnet Stefano Giannetti verantwortlich.

Baumann, der in Berlin bei Boris Blacher und Sergiu Celebidache studiert hat, später Kapellmeister am Deutschen Theater in Berlin, dann musikalischer Leiter der Staatlichen Bühnen Berlin und des Münchener Residenztheaters wurde, arbeitet seit 1979 als freischaffender Komponist in München. Er schrieb mehr als 500 Bühnenwerke, die Musik zu über 40 Fernsehfilmen sowie zahlreiche Orchester-, Chor- und Kammermusiken.

In seinem Ballett „Alice im Wunderland“ entführt er den Zuhörer in eine fantastische Welt, in der Unmögliches möglich scheint. Der britische Dichter Lewis Carroll lässt Alice in Begleitung des weißen Kaninchens eine Reise durchs Wunderland machen. Zunächst findet sie sich im Saal der ungezählten Türen wieder, passt aber durch die einzige, winzige Tür, die sich öffnen lässt, nicht hindurch. Verzweifelt weint sie einen Tränensee, aus dem sie der Dichter ans rettende Ufer des Wunderlandes trägt. Dort gelangt sie, vom Geschwindlauf zweier Boten mitgerissen, zur hässlichen Herzogin und zur Pfefferköchin. Sie nimmt am Krocketspiel der unsympathischen, halsabschneiderischen Herzkönigin teil und will vor Gericht dem Recht zum Recht verhelfen, sehr zu ihrem eigenen Nachteil, denn der Zorn der Königin verfolgt sie auch hier weiter. Da hilft ihr der weiße Ritter, indem er den schwarzen Ritter besiegt; den Drachen aber muss Alice allein bezwingen und wird schließlich Königin im Wunderland.