Unbekanntes Oratorium von Alfred Schnittke: „Nagasaki“ wird in Kapstadt uraufgeführt
Alfred Schnittke hatte sein Oratorium „Nagasaki“ 1958 als Diplomarbeit komponiert. Das Stück wurde ein Jahr später vom USSR Radio and TV Symphony Orchestra unter der Leitung von Algis Ziuraitis für den Moskauer Rundfunk produziert. „Nagasaki“ steht am Anfang von Schnittkes Schaffen und ist zum Teil auch dem Genre Programmmusik zuzuordnen. Als Grundlage des Werkes dienen Gedichte russischer und japanischer Dichter, die sich mit dem Krieg als zentralem Thema auseinandersetzen. „Nagasaki“ wurde in Russland auf Grund seiner expressionistischen und modernistischen Haltung heftig kritisiert. Schnittkes Wunsch entsprechend wurde „Nagasaki“ zu seinen Lebzeiten weder veröffentlicht noch aufgeführt. Nun steht am 23. November 2006 die Uraufführung des Oratoriums im Rahmen des 1. Internationalen Sommerfestivals in Kapstadt bevor. Owain Arwel Hughes leitet das Philharmonische Orchester Kapstadt.
Die schwedische Schallplattenfirma BIS wird „Nagasaki“ in Kapstadt zusammen mit Schnittkes Jugendsinfonie (1958) für eine weitere CD im Rahmen der Schnittke-Edition produzieren.
23.11.2006
Kapstadt
Alfred Schnittke,
Oratorium „Nagasaki“
(Philharmonisches Orchester Kapstadt
Ltg.: Owain Arwel Hughes)
Uraufführung
