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Simone Young brillierte in Hamburg mit Sergej Prokofjews „Romeo und Julia“

In ihrem 6. Philharmonischen Konzert hat Simone Young mit den Philharmonikern Hamburg Auszüge aus der Ballettmusik „Romeo und Julia“ sowie Dmitri Schostakowitschs Erstes Klavierkonzert dargeboten und Begeisterungsstürme ausgelöst. In der Tageszeitung DIE WELT (27.02.2007) war unter anderem zu lesen:

„Shakespeares Drama ‚Romeo und Julia’ ist für sich genommen ja schon rührend genug. In Musik gefasst und ausgemalt von russischen Komponisten dürfte sich am Montag in der Musikhalle indes auch der hartgesottenste Verweigerer von Sentimentalität einer symbolischen Träne kaum erwehrt haben können. (...) Kraftvoll, aber nicht hart, federnd und beschwingt, aber nie pathetisch war Youngs Klangempfinden für diese wohl schönste Ballettmusik des 20. Jahrhunderts. Das satte Fundament der Tuba, die fremdartigen Saxofonklänge, die silberhelle Celesta oder die schmerzzerrissenen Dissonanzen der Violinen, alles fügte sich wie von selbst in Youngs kontrastreiche Dramaturgie. Wo sich die (...) Suite aus Versatzstücken des Gesamtwerks nicht attacca oder mit längeren Zäsuren zusammenfügen lassen wollte, schuf Young sanfte Übergänge.

Klug eingebaut zwischen den beiden Romeo-Blöcken spielte der in allem überzeugende Franzose Cedric Tiberghien das hochvirtuose erste Klavierkonzert von Prokofjews Zeitgenossen Dmitri Schostakowitsch. Eine Musik voller Groteske und Kantigkeit, wie sie der große Melodiker Prokofjew nicht hätte schaffen können. Umgekehrt versteht man aber auch, dass die süß-bittere Liebesgeschichte Shakespeares Schostakowitsch nicht inspirierte, weil sie zu seinem Stil kaum gepasst hätte.“